Udo Lindenberg

Mit diesem Comeback hatte wohl niemand gerechnet. Nachdem Udo Lindenberg mit dem Album „Atlantic Affairs“ 2002, auf dem er Chansons und Schlager der 20er und 30er Jahre zusammen mit Gästen wie Yvonne Catterfield oder Helge Schneider neu interpretierte, nicht den Erfolg hatte, war es um den Panik-Rocker still geworden. Mit dem Musical „Hinterm Horizont“ der Stage in Berlin schien schon der Nachruf zementiert.

Udo Lindenberg in der Fabrik HamburgDann März 2008 die neue Platte „Stark wie zwei“. Einen besseren Udo hatte es bis dato noch nie gegeben. Wie ein reifer Wein war dieses Stück deutscher Musikgeschichte. Ehrlich, direkt und musikalisch eingängig. Stücke wie „Woddy Wodka“, die Alkoholsucht zum Thema hatten oder „Ich mach mein Ding“ – die Hymne auf die Individualität wurden zu Chartstürmern.
Mit dem neuen Album „Stärker als die Zeit“ setzte er noch einen drauf. Der Ohrwurm „Eldorado“ und die Danke-Arie an seinen Körper „Mein Body und ich“ sind jetzt schon Klassiker der deutschen Musikgeschichte.

Angefangen hat Udo Gerhard Lindenberg als Schlagzeuger für Bands wie die City Preachers oder Peter Herbolzheimer. Für die Titelmusik des „tatort“ spielte er als Studiomusiker für Klaus Doldinger. 1968 kam er nach Hamburg und verliebte sich … in die Reeperbahn. Der Begriff „geile Meile“ geht auf ihn zurück.

Sein erster echter Hit war „Hoch im Norden“, der in Norddeutschland im Radio rauf und runter gespielt wurde.
Seine nächste LP „Andrea Doria“ wurde ein kommerzieller Verkaufsschlager vor allem die Single „Cello“ über eine Musikersehnsucht, wurde zum Superhit. 1973 ging er mit seinem Panikorchester erstmals auf Tournee.

In den folgenden Jahren setzte er zwei Akzente. Zum einen engagierte es sich gegen Fremdenhass und für den Frieden; zum anderen etablierte er sich als Brückenbauer zwischen Ost und West. Sein Dauerthema Rassismus wurde in den Songs „Ali“ und „Sie brauchen keinen Führer“ und später „Panikpanther“ aufgegriffen.
Sein Engagement für ein friedliches Miteinander zwischen Ost und West gipfelte in der Aktion „Sonderzug nach Pankow“ 1983, bei der mittels seines Liedes den Wunsch äußerte auch mal in der DDR aufzutreten. Schließlich durfte er im Palast der Republik ein Kurzkonzert geben. Zu diesem Anlass schenkte er Erich Honegger eine Lederjacke. „Im Herzen ist er ja auch ein Rocker“.

Neben der Musik war Udo Lindeberg als Künstler, Autor und Schauspieler aktiv. Seinen Song „Reeperbahn“ nahm er 2011 zusammen mit Jan Delay nochmal auf. Ihm zu Ehren wurde analog zu den Sternen in Hollywood ein einmaliger „Walk of Fame“ auf der Reeperbahn geschaffen. (zwischen Cafe Keese und Neidklub).

Udo – du bist der Geilste !

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