Hans Albers Der blonde Hans

hans_albers_saxophonDer blonde Hans (Hans Philipp August Albers) mit dem Blick in die Ferne war ein gefeierter Entertainer und Filmschauspieler und ein Virtuose auf dem Schifferklavier. Er wurde 1915 in St. Georg geboren und begann eine Karriere am Neuen Theater in Frankfurt, wo er auch seine Ausbildung zum Kaufmann gemacht hatte.

Nach dem ersten Weltkrieg zog es ihn zu den Theatern nach Berlin. Mit dem Tonfilm kamen die Erfolge. Erst eine Nebenrolle in „Der blaue Engel“ mit Marlene Dietrich und dann Filme wie „Bomben auf Monte Carlo“ oder „Münchhausen“. Die Nazis hätten ihn gern für die Propaganda genutzt, aber der blonde Hans hielt sich distanziert, auch wenn er in einigen kriegstreibenden Filmen mitspielte.

Hans Albers in "Wasser für Canitoga"

Der große Hamburg-Film „Die Große Freiheit Nr. 7“ entstand 1943. Die deutsche Uraufführung im September 1945 in Berlin war übrigens die erste Filmpremiere nach dem Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg entstanden weitere Blockbuster aus der Hansestadt: „Auf der Reeperbahn nachts um halb eins“ und „Das Herz von St. Pauli“. Zu seinen letzten Filmen gehört Der Greifer mit Hansjörg Felmy und die Kriminalkomödie Kein Engel ist so rein“ von Wolfgang Becker aus dem Jahr 1960.

Doch auch als Theatermime hatte Hans Albers große Erfolge. Zu seiner Paraderolle gehörte der Liliom in dem gleichnamigen Stück des Dramatikers Ferenc Molnár in der er einen Taugenichts spielt, der seine Frau grob behandelt. Aufgeführt u.a. am Hebbel Theater in Berlin.

Auch mit seinen Liedern hatte er großen Erfolg. In ihnen stellte er sich als Haudegen (Flieger, grüß mir die Sonne), als wetterfester Weltenbummler (Der Wind und das Meer) oder als Kavalier (Komm auf die Schaukel, Luise) dar.

Hans Albers starb ein paar Monate später mit 68 Jahren, nachdem er während einer Theateraufführung mit inneren Blutungen zusammengesunken war. Sein Grab ist auf dem Ohlsdorfer Friedhof zu finden, ein Denkmal ziert den Hans Albers Platz.

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