Die Attraktivität Hamburgs ist im Steilflug, denn der Blick auf die Beherbergungsstatistik zeigt fast eine Verdopplung der Übernachtungsanzahl von über 6.000.000 im Jahr 2005 auf über 12.000.000 im Jahr 2015. Besonders spannend ist in diesem Zusammenhang auch der Vergleich mit Metropolen wie Berlin und München. München lag im Jahr 2015 bei 14,1 Millionen Übernachtungen und damit ist Hamburg mit 12,6 Millionen Übernachtungen der bayerischen Metropole dicht auf den Fersen. Hat Hamburg den München-Rekord erst geknackt, wird Kurs auf Berlin genommen, wo in 2015 30,3 Millionen Übernachtungen gezählt wurden. Grund genug, einmal den Facettenreichtum Hamburgs vorzustellen.

Ein Besuch auf der Reeperbahn ist Pflicht

Zugegeben, die Reeperbahn, also die Straße, die das Millerntor mit dem Nobistor verbindet, hat seit Langem bereits einen Spitzennamen als sündigste Straße der Welt. Spannenderweise ist das Rotlichtviertel (das sich auf der Herbertsstraße konzentriert) aber bei Weitem nicht alles, was zur Reeperbahn gehört und was eben diesen Straßenzug ausmacht, deswegen sei ein Schwenk in die Vielseitigkeit des Vergnügungsviertels an dieser Stelle erlaubt. Diese Sehenswürdigkeiten darf keiner auf einem Besuch der Reeperbahn verpassen.

  • Die Reeperbahn wartet mit einer großen Anzahl an Diskotheken, Bars und Nachtclubs auf, die jedem Musik- und ideellen Geschmack Rechnung tragen. Dazu kommen auch Gastronomiebetriebe jeglicher Art, die hauptsächlich entlang der „Großen Freiheit“ oder am „Hans-Albers-Platz“ zu finden sind.
  • Freunde von Theater und Kultur kommen am „Spielbudenplatz“, dem einstigen Schandfleck des Viertels, voll auf ihre Kosten. Parallel zur Reeperbahn befinden sich dort das Panoptikum (das Wachsfigurenkabinett), diverse Theaterhäuser sowie das Operettenhaus, wo regelmäßig große Stücke in Szene gesetzt werden.

Ganz unabhängig vom Lasterhaften, das allein schon bei einem Gedanken an die Reeperbahn immer mitschwingt, sei dennoch darauf verwiesen, dass auch hier Optionen offeriert werden, um Hamburg oder die Reeperbahn nicht allein erleben zu müssen.

Hamburg-Besucher müssen den Hafen besichtigen

Die Elbphilharmonie wurde erst Anfang 2017 eröffnet und soll das neue Wahrzeichen der Stadt werden. Das Gebäude befindet sich am Platz der Deutschen Einheit.

Wer im Jahr 2017 eine Hamburg-Reise plant, der könnte im Mai Geburtstag feiern. Vom 5. bis 7. Mai wird nämlich der 828. Hafengeburtstag feierlich zelebriert. Erzählt wird auch die Geschichte, bei der Kaiser Friedrich Barbarossa den Hamburgern im Jahr 1189 den Freibrief ausstellte, dass Schiffe von der Elbe bis zur Nordsee zollfrei passieren könnten.

Doch auch wer außerhalb der Festzeit nach Hamburg reißt, muss einen Ausflug an den Hafen unternehmen. Das Viertel ist gezeichnet von einer Mischung aus Tradition und Moderne. Die HafenCity stellt hier die moderne Seite des Hafenviertels zur Schau. Der historische Part ist indes die Speicherstadt, die auf Eichenpfählen steht und komplett unter Denkmalschutz steht. Zahlreiche Museen laden hier ein, die Hintergründe der Stadt zu entdecken.

Schiff-Fans müssen das Rickmer Rickmers und das Cap San Diego besichtigen, die am Hafenbecken als Museumsschiffe bereitliegen. Wer weiter Richtung Landungsbrücken schlendert, erreicht dahinter die kulinarisch-maritime Meile Hamburgs: das Gebiet des Fischmarkts.

In den Hamburger Vierteln und in der ganzen Welt zu Gast

Nachdem eingangs bereits das wohl berühmtestes Hamburger Viertel – rund um die Reeperbahn – vorgestellt wurde, sei Hamburg-Reisenden gesagt: Hamburg ist durchzogen von Quartieren und Vierteln, die dazu einladen, in eine fremde Welt einzutauchen. Das Schanzenviertel ist das hippe Viertel, in dem Popkultur gelebt, in Plattenläden gestöbert und im Cafés verweilt wird. Zum Schanzenviertel gehört auch der gleichnamige Park, der Jung und Alt zum Verweilen einlädt.

Wer nach einem Besuch am Hafen sich plötzlich umringt fühlt von fremdländischen Gerüchen und Klängen, der befindet sich vermutlich im sogenannten Portugiesen-Viertel. Dort leben allerdings bei Weitem nicht nur Portugiesen, vielmehr steht die Bezeichnung des Viertels für herkunftsübergreifenden Respekt, der hier gelebt und offeriert wird. Durch den idyllischen und fast schon dörflichen Charakter bildet das Portugiesen-Viertel auch das Pendant zum Style-Faktor, der im HafenViertel auf die Gäste wartet.

Wer Blankenese einen Besuch abstattet, muss sich auf viele Treppenstufen einstellen, denn das Viertel trägt nicht umsonst den Namen „Treppenviertel“. Direkt am Elbhang befindet sich dieses Viertel. Dort steht ein eindrucksvolles Haus neben dem anderen – und alle können über verwinkelte Gassen und mächtig viele Treppen (knapp 5.000 Stück an der Zahl) erreicht werden.

Last but not least soll an dieser Stelle auch noch das ungekürte Shopping-Viertel ausgewiesen werden: Die Mönckebergstraße ist nicht nur zentral gelegen, sondern fungiert auch als Haupteinkaufsstraße in der Stadt. Das Herzstück ist sicherlich die Europa-Passage, die rund 120 Geschäfte beherbergt.

Fazit: Eine individuelle Bustour sorgt für einen stressfreien Hamburg-Besuch

Tipp: Wer möglichst viel (stressfrei) in Hamburg sehen und erleben möchte, dem bietet eine sogenannte Hop-on-Hop-of-Tour größtmögliche Flexibilität. Dabei wird eine Rundreise gebucht, die im Grunde ganz individuell gestaltet werden kann. Der Bus, der die Tour fährt, fährt bestimmte Haltestellen an. Wer dort aussteigt, kann an dem Ort beliebig lang verweilen. Wenn die nächste Sehenswürdigkeit angefahren werden soll, wird an der Haltestelle einfach wieder in den Bus eingestiegen.