Round Table St. Pauli ist Tisch des Jahres 2018

Der König kommt vom Kiez: Beim deutschen Annual General Meeting (AGM) des Serviceclubs Round Table wurde der Hamburger Round Table St. Pauli (RT 84) als Tisch des Jahres ausgezeichnet. Mit dieser Ehrung wird das langjährige und breitgefächerte Engagement von 20 jungen Männern gewürdigt, die mit viel Herzblut soziale Projekte umsetzen.

Männerfreundschaft, Geselligkeit und Wohltätigkeit: international organisierte Serviceclubs, die diese Werte pflegen, gibt es viele. Den meisten fallen hier vor allem Lions Club und Rotary ein – Namen, denen häufig das staubige Image der zumeist älteren, wohlhabenden Elite anhaftet, die Gelder für gute Zwecke spendet. Der Round Table ist anders in seiner Gleichartigkeit. Zwar schließen sich auch hier nach dem altehrwürdigen Vorbild des englischen Clublebens Mitglieder zu lokalen Gemeinschaften zusammen und formen so ein globales Netzwerk, jedoch sind es junge Männer unter 40 Jahren, die den guten Zweck fördern, indem sie sprichwörtlich die Ärmel hochkrempeln und selbst mit anpacken – gemäß ihrem Motto „adopt, adapt, improve“.

Beim jährlichen Deutschlandtreffen von Round Table Anfang Juni in Wetzlar wurde der RT 84 St. Pauli unter 229 Tischen zum „Round Table des Jahres“ gewählt.
Viel Lob erhielten die über die Jahre konsequent verfolgten Projekte der St. Paulianer, im Großen wie im Kleinen. So setzen sich die Mitglieder seit Gründung ihres Tisches im Jahr 2004 für die „ihren“ Stadtteil ein. Ob es sich um die Errichtung eines Fahrrad-Schuppens auf dem Baui-Spielplatz, die Pflege eines Rosenbeetes im Rotlichtviertel, eine Sammelaktion für das „Café mit Herz“, Renovierungsarbeiten im St. Pauli Museum, die Suppenküche in der Obdachlosenanlaufstelle Pik As oder die Unterstützung von Kiezpersönlichkeiten wie Lady Diamond handelt– die Männer setzen ihre Vorhaben stets voller Elan um.

Jedes Jahr zur Weihnachtszeit helfen sie darüber hinaus beim Weihnachtspäckchenkonvoi, der Geschenke für bedürftige Kinder nach Osteuropa bringt. Doch es sind zwei Bildungsprojekte in Afrika, die dem RT 84 besonders am Herzen liegen: die „School of Hope“ in Kenia und „Tae lernt lesen“ in Uganda. Beide sind durch RT 84 Mitglieder ins Leben gerufen worden und werden seither intensiv weiter vorangetrieben.

Dem Tisch aus St. Pauli eilt hier der Ruf voraus, alles andere als gewöhnlich zu sein. Er hat wahrlich den Kiez-Spirit verinnerlicht. Dies drückt sich nicht nur durch die Wahl des Symboles – einer Burlesque-Tänzerin – aus, sondern auch in der Gestaltung der jährlichen Charity-Veranstaltung „unanständiger Abend“, dessen Titel für sich spricht.

Wir gratulieren herzlich.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.