Escape-Game

Zu Besuch bei Twisted Rooms

Schon zu den seligen Zeiten vor dem Commodore 64 gab es Flucht-Spiele. Der User musste aus einem Raum oder einem Gebiet entkommen. Mittlerweile findet man in jedem App-Store eine Flut von sogenannten Escape Games. Das Prinzip ist immer gleiche, man muss die richtigen Hinweise finden, logisch kombinieren und erhält dann den Schlüssel oder einen Tür-Code.  Ganz besonders zu empfehlen ist „100 Toilets“, ein Spiel das nur zwei Perspektiven in einer Toilette bietet.

Die-verschwoerung-plakatMittlerweile ist der Spielspaß auch in der Realität angekommen. Zahlreiche Anbieter in Hamburg bieten solche Erlebnisräume, die man als Gruppe besuchen kann. Für Teambuilding oder Kleingruppen ein idealer Spaß. Die Besucher werden je nach Story in einen perfekt gestalteten Raum geführt, in dem zunächst alles normal erscheint. Erst durch Beobachtungen und Ausprobieren ergibt sich eine Logik, die von Hinweis zu Hinweis führt. Und manchmal öffnet sich wie von Geisterhand eine Tür oder Schublade.

Das Team von reeperbahn.de war eingeladen zu einem Test bei dem Anbieter TwistedRooms, der gegenüber der ehrwürdigen Speicherstadt aktuell mit drei Escape Rooms aufwartet. Zwei weitere Themenräume sind für das Frühjahr angekündigt. In der „Mutprobe“ wird man in einen Raum geführt, der sehr an die SAW Horror-Filmreihe erinnert. Dort gilt es in einem verlassenen Sanatorium innerhalb von 60 Minuten dem irren Chirurgen Dr. Lutz von Haken zu entkommen. Ein echt heftiges Setting.

Die-Verschoeörung-raumWir allerdings spielten die „Verschwörung“ im Duell gegen ein anderes Team, denn dieser Themenraum ist mit identischer Ausstattung zweimal vorhanden. Als Spezialeinheit des FBI kommen wir in den 80er Jahren in das New Yorker Büro des verschwundenen Journalisten Michael Wethers, der dort Hinweise auf ein Attentat auf den US-Präsidenten versteckt hat. Ein Mantel hängt am Haken, auf dem Schreibtisch steht ein Computer – dazu Bilder an der Wand und ein leuchtender Globus. Im Hintergrund hören wir leisen Straßenlärm. Dann geht’s los.

Die Manteltaschen sind schnell durchsucht, aber wo ist das blöde Passwort zu dem alten PC und warum gehen die Schuladen nicht auf. Stück für Stück nähern wir uns der Logik der knackigen Rätsel an, finden gut versteckte Hinweise und beginnen als Team zu knobeln, zu kombinieren und zu fluchen. Auf einem Monitor im Raum läuft die Zeit erbarmungslos herunter. Als es einmal nicht weitergeht, meldet sich der Spielleiter mit einem hilfreichen Hinweis. Denn das gesamte Spiel wird von einem Gamemaster in einem Regieraum überwacht. Damit es keinen Leerlauf oder Frustmomente gibt, greifen die Macher mit kleinen Hinweisen ein, damit der Spielspaß während der 60 Minuten stabil bleibt. Heiko, einer der Gründer von TwistedRooms ist immer wieder erstaunt, auf welche Assoziationsketten die Besucher so kommen.

Am Ende haben wir es dann geschafft, der Attentäter ist entlarvt und der Präsident ist gerettet. Darüber wir werden per Liveschaltung informiert.

Wir klatschen uns ab und sind stolz, dass wir als Team so gut zusammen gearbeitet haben. Danke TwistedRooms für den tollen Nachmittag.

Euch informieren oder buchen könnt ihr unter http://www.twistedrooms.com

Weitere Escape-Anbieter in Hamburg sind:
http://www.exit2life.de/
http://skurrilum.de/

Eine Übersicht über Escape Games in Deutschland findet iher hier:
https://www.escape-game.org/

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