Rene Durand

Im Januar 2013 hat jemand ganz Großes die ewige Erde geküsst. Rene Durand.

Seines Zeichen Verrückter, Visionär, Chansonier, Frauenliebhaber und Geschäftsmann. Sein größtes Werk, das die Reeperbahn als Zentrum des Sex weltweit etablierte, war das SALAMBO. Ein Revuetheater in der Großen Freiheit 11, das wahrhaft deftige Kost bot. Eine Beispiel gefällig: Eine Vampiersippe vergeht sich in einem Bühnenstück an ihren Opfern mit Livesexeinlagen und Gang Bang-Finale. Holla, klar, dass sich die Obrigkeit sich nach und nach an das sündige Theater heranpirschte und es wegen Sittenwidrigkeit schließen wollte. Doch Rene Durantd machte bei einer Gerichtsverhandlung unter Einsatz seines Leibes klar, dass es sich bei seinen Shows im Grunde immer nur um einen Tanz, also Kunst handle.

Durand war ein Multitalent hochsprachbegabt, immer auf Reisen und in den Metropolen zu Hause und als aller erstes ein künstlerischer Theaterdirektor alter Schule. Für ihn musste immer alles machbar sein. So erfand er auch den Live-Sex im Bassin mit Taucherpaar. Ein Gesprächsthema in ganz Hamburg.
Nach 40 Jahren Ehe zog des den Weltenbummler nach Marokko, wo er noch einmal seine Jugend auffrischen wollte, aber an eine Herzdame fast alles verlor.
Wieder in Hamburg wurde er von Günter Zint unterstützt, der ihm in den letzten Jahren seines Lebens ein ständiger Begleiter war.