Hooters

Die Leidenschaft für amerikanisches Fast-Food ist tief in der deutschen Seele verankert. Statt mit Messer und Gabel zu essen, ist das direkte Anfassen der Speise der eigentliche Spaß. Pommes bei McDonalds werden auch immer ohne Piekser serviert und so einen Burger muss man nun mal einfach fest in den Händen halten.
Nun ist die Systemgastronomie Hooters auf die Reeperbahn gezogen. Der Besucher bekommt hier eine Steigerung dieses Grundbedürfnisses geboten. Die dort servieren Chicken Wings sind mit süßer Marinade überzogen, die so herrlich an den Fingern haftet. Ebenso auf dem Speiseplan stehen Käsekroketten und panierte Zwiebelringe.

Die eigentliche „Speise“ im Hooters ist das Eye-Candy, gemeint sind damit die Hooters-Serviererinnen in den orangenen Hotpants und dem weißen Top. Nach einem strengen optischen Kodex ausgewählt, bringen Sie die Speisen an den Mann. Dass Männer hier nicht servieren dürfen, ist zwar sexistisch und gegen die freie Berufswahl, wird aber keinen Mann definitiv stören. Neben der strengen Richtlinie im Look gibt es auch eine feste Tanzchoreographie der Frauen, die regelmäßig am Abend für Stimmung im Lokal sorgen soll. Sie erinnert ein bisschen an „Komm hol das Lasso raus“ und Jane Fonda Workout-Übungen.

Jährlich wird die Miss Hooters International gewählt; bewerben können sich Damen aus allen Filialen weltweit, die die Miss-Wahlen ihres Landes zuvor gewonnen haben. Mal sehen, wie dort künftig unsere Reeperbahn-Girls abschneiden werden.

Die erste Hooters Bar wurde 1983 in Clearwater Florida eröffnet, mittlerweile gibt es weltweit über 430 Lokale  in einem Franchisesystem. In Deutschland lediglich zwei. Zielgruppe sind vor allem Männer, die sich Sportveranstaltungen ansehen wollen. Als sicher gilt, dass auch künftig viele Besucher sich vor den großen LCD-Monitoren den HSV oder Pauli ansehen werden.
Passend dazu, wird Bier in großen Pitchern gereicht. Der Mann hinter dem Hooters auf Sankt Pauli ist der erfahrene Gastronom Thomass Stutzki

Aber Achtung, nicht übermütig werden bei so vielen Dolls im Lokal. Die Finger immer schön nur an den Hähnchenschenkeln lassen. Die Damen sind tabu, wer sich nicht dran hält, fliegt raus. Ganz einfach.

Hooters Hamburg St. Pauli
Reeperbahn 157
20359 Hamburg

http://hooters-hh.de/

 

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