Herrenwitze und Klein-Erna

Die Herrenwitze sind ausgestorben. Früher erzählten sich in den Kaschemmen, die Herren der Schöpfung gerne zotige Witze über das andere Geschlecht. Die Herren hatte bereits das gewisse Alter, das eine wissende Rückschau auf die Begegnungen mit den Damen zulässt. In den Hinterzimmern, am Tresen oder Herrenclubs wurde dann vom Leder gezogen.

Zu den Klassikern gehörte u.a. dieser hier:

Was sagt ein Mann 1 Jahr nach der Eheschließung?
Darf ich vorstellen, meine Frau.
Was sagt er 10 Jahre nach der Eheschließung?
Können Sie sich vorstellen DAS ist meine Frau.
Was sagt er 20 Jahre nach der Eheschließung?
Können Sie sich mal davorstellen, das ist meine Frau.

Werden solche Witze heute von Männern zu Frauen in zweideutiger Form erzählt, kann dies in Deutschland bereits als sexuelle Belästigung gelten. Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz definiert in § 3 Absatz 4, dass „eine sexuelle Belästigung“ auch dann vorliegt, wenn durch „Bemerkungen sexuellen Inhalts“ die Würde der betreffenden Person verletzt wird. Schlechte Zeiten für die Spaßmacher unter den Herrengruppen.

Daher hier in schriftlicher Form ein paar Witze aus den guten alten Tagen als noch nicht alles durch die political correctness verwässert wurde.

Mann und Frau im Bett.
Sie: „Wär das schön, wenn du jetzt geil wärst.“
Er: „Wär das geil, wenn du jetzt schön wärst.“

Unterhalten sich zwei Männer:
„Ich baue für meine Frau einen Stuhl.“
„Und?“
„Bis auf die Elektrik bin ich fertig!“

Ein Mann geht zum Arzt und klagt über Tinnitus. Sagt der Arzt: „Da habe ich eine sehr gute neue Therapie.“ Er holt einen Wurm aus einem Glas und setzt ihn dem Mann ins Ohr ein. Nach einer halben Stunde ist der Tinnitus weg, und der Wurm kommt wieder aus dem Ohr heraus. „Das ist ja phantastisch“, sagt der Mann. „Darf ich Ihnen morgen meine Frau vorbei bringen? Die hat auch einen Tinnitus.“ „Selbstverständlich“, meint der Arzt. Am nächsten Tag: Die Prozedur wiederholt sich, aber nach zwei Stunden ist der Tinnitus immer noch da, und der Wurm ist auch nicht zurück. Man wartet nochmals zwei Stunden. Nichts passiert. „Hm“, meint der Arzt zu dem Mann, „kann es sein, dass Ihre Frau einen Vogel hat?“

Doch der Herrenwitz war nicht nur auf Frauen gemünzt Gerne nahm man sich auch selber auf die Schippe. Wie zum Beispiel in diesem Witz.

„Stimmt es, dass dein Mann sich das Trinken abgewöhnt hat?“
„Nein, er schwankt noch!“

Sie kommt freudestrahlend von der Arbeit nach Hause: “Liebling, im Büro haben meine Kollegen gesagt, dass ich ganz tolle Beine habe.” Ohne aufzuschauen, brummelt er vor sich hin: “Ach ja, und von deinem fetten Arsch haben sie nicht gesprochen?” “Nein, von dir war nicht die Rede, Liebling.”

Ein Mann kommt spät nachts aus seiner Stammkneipe nach Hause. Durch den Lärm wacht seine Frau auf und fragt ihn, was er denn für einen Lärm macht. Er: „Die Schuhe sind umgefallen.“ Sie: „Das macht doch nicht so einen Krach.“ Er: „Ich stand noch drin.“

In Hamburg erzählten Männer vor allem Klein Erna-Witze, die eine reale Person zum Vorbild hatten. Hintergrund: Der kleinen Erna Nissen gelang es nicht bei einer Schiffstaufe die Flasche am Bug zu zerstören. Das war damals so witzig, dass weitere Geschichten erfunden wurden. Die Verbreitung solcher Anekdoten werden umgangssprachlich auch „Döntjes“ genannt, also das Erzählen von wahren oder erfundenen Geschichten in Mundart.

Hier ein „best of“ der Erna-Witze

Klein Erna hat beim Baden den kleinen Unterschied zwischen sich und ihrem Bruder entdeckt. „Mutti“, jammert sie, „wann kriege ich denn auch so was zwischen den Beinen?“ Antwortet die Mutter: „Geduld, mein Kind, nur Geduld.“

Klein Erna wohnt in een 4-Etagen-Haus an Eppendorfer Baum. Eines Tages kömmt“n mords Geschrei ut“n Keller:
„Mama, Mama hier is“n Mann!“
„Ja un, lot ihn doch!“
„Heb ich doch, aber he will no“mal!“

Klein Erna geht mit ihr’n Heini in Dunkeln spazieren. Und wie sie inne Gegend von Bismarckdenkmal  sind und ’n büschen rumknutschen, sagt Klein Erna mit’n mal: „Heini, wis ma sehn, wo ich an Blinddaam opariert bin?“ „O ja, Klein Erna, zeig mal her!“ „Kuck mal, da unten, wo die vielen Lichter brennen, da is das Hafenkrankenhaus, da bin ich an Blinddaam opariert!“

Wer auch noch gute Herrenwitze kennt, bitte in die Kommentarzeile posten. Unter den besten verlosen wir eine Reeperbahn-Wohlfühlpaket.

 

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