Herbertstraße

Herbertstrasse - St. Pauli-Hamburg
Die Herbertstraße, die von der Davidstraße abgeht, hieß früher Heinrichstraße. Sie wurde 1900 von der Stadtverwaltung als geschlossene Wohnanlage für Liebesdienerinnen eingerichtet. Sie ist etwa 60 Meter lang und seit 1934 an beiden Enden mit Barrieren abgesperrt, so dass kein Einblick in das Innere möglich ist.
Diese Maßnahme geht auf die Nazis zurück, die ein „sauberes“ St. Pauli wollten. Auf Intervention der Kriegsmarine wurde aber ein abgeschlossener Rotlicht-Bereich geschaffen. Die Straße konnte damals noch von jedem passiert werden.

Seit 1974, pünktlich zur WM, verweisen rote Schilder darauf, dass Frauen und Kinder keinen Zutritt mehr in die Gasse haben. Wer dennoch neugierig ist, kann sich auf wüste Beschimpfungen oder Wasserbomben einstellen.
Doch rein rechtlich ist es so eine Sache, denn nach dem Deutschen Wegerecht kann man keiner Frau den Zutritt zu einer öffentlichen Straße verbieten.

In den rot ausgeleuchteten Schaufenstern in der Herbertstraße sitzen die leicht bekleideten Damen des Gewerbes und sprechen die rein männlichen Passanten an. Die dort tätigen Damen sind meist Einzelunternehmerinnen, die sich Zimmer und Präsentationsfläche täglich neu anmieten. Die Bewirtschaftung in der Straße wird übrigens nur von Frauen vorgenommen.

Bekannteste Prostituierte war Domenica, die von 1972-1990 in der Straße als Domina tätig war. Früher gab es die sogenannte Heiermanntour. Dabei sind ganze Kegelclubs in die Straße gekommen und haben für 5 DM direkt am Fenster die Brüste der Damen befummeln dürfen – im Gegenzug wurde ihnen der linke Hoden massiert.

 

Ein Kommentar für “Herbertstraße”

  1. Heinrich Abgezockt

    Die Herbert Straße ist die reine Abzocke geworden. Die Frauen machen Angebote und sobald sie das Geld haben, halten sie sich an nichts mehr. Normalerweise müssten man solche Aktionen böse einklagen, aber es traut sich meist keiner. Kann ich niemanden empfehlen der sein Geld nicht zum Fenster raus schmeißen will. Hinterlistiger Verein.

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