G20 – Worauf sich Besucher einstellen müssen.

Der Tenor in der Hansestadt ist dieser. Dass die meist demokratisch gewählten Repräsentanten mächtiger Nationen miteinander reden ist prinzipiell ja erstmal gut, aber muss das ausgerechnet in einer Stadt passieren, die politisch so aufgeladen ist und die den Kongressmittelpunkt direkt neben dem bekannten alternativen Stadtteil Schanzenviertel hat.

Als sich die Kanzlerin den Gipfel nach Hamburg wünschte, war es wohl auch eine Machtdemonstration gegen den damals neuen starken Mann der SPD Bürgermeister Olaf Scholz, der schlecht Nein sagen konnte.
Wie immer es auch dazu gekommen ist, der G20-Gipfel kommt und bringt auch für die Besucher der Reeperbahn Komplikationen mit sich.

Zunächst einmal muss man verstehen, dass die Stadt Hamburg in Zonen aufgeteilt wird, in der Grundrechte wie das Versammlungsverbot aufgehoben werden.

Es gibt einmal eine 38 Quadratkilometer Verbotszone zwischen Flughafen und Elbe in der die so genannte Allgemeinverfügung gilt. Hier will die Polizei An- und Abfahrt der Staatsgäste sicherstellen. In diesem Bereich sind keine Demonstrationen erlaubt, die Polizei kann jederzeit Straßen sperren und gegen Versuche vorgehen, Kolonnen aufzuhalten. Mit Behinderungen für Fluggäste ist zu rechnen. Am besten die S.-Bahn vom Airport nehmen.

Dazu gibt es eine „gelbe Zone“ rund um die Hamburger Messe, wo der Gipfel stattfindet. Sie darf nur von Anwohnern betreten werden. Wenn sie dort Aribnb gebucht haben oder Freunde besuchen wollen, können sie das schlichtweg vergessen.

Rechnen Sie während die Gipfeltage mit massiven Einschränkungen der Mobilität.
Bei Zufahrten von den beiden Autobahnen A1 und A7 ist mit stundenlangen Staus zu rechnen. Zwischen Donnerstag, 6. Juli, 12 Uhr, und Sonnabend, 8. Juli, 20 Uhr, muss im Bereich der Innenstadt mit zeitweisen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Grund dafür sind die notwendigen Straßensperrungen für Schleusungen der Staatsgäste von und zum Flughafen, zu den Hotels und den Veranstaltungsorten. Hinzu kommen angekündigte und bereits angemeldete Demonstrationen.

Am U-Bahnhof Messehallen werden die Zugänge Karolinenstraße und Hamburg-Messe voraussichtlich von Mittwoch, 5. Juli 2017, Betriebsbeginn, bis Samstag, 8. Juli 2017, Betriebsschluss geschlossen sein. Am U/S-Bahnhof Sternschanze wird der Zugang Hamburg Messe, Eingang West voraussichtlich von Mittwoch, 5. Juli 2017, Betriebsbeginn, bis Samstag, 8. Juli 2017, Betriebsschluss geschlossen sein.

Die Reeperbahn selbst ist nicht in einer der Verbotszonen, aber sehr nah dran. Da sich mittlerweile zahlreiche Demonstrationen angemeldet haben, die ihre Schlusskundgebungen in der Nähe haben, kann es auch bei einer Eskalation Auswirkungen auf die Meile haben.

Am 7.7. findet direkt auf der Reeperbahn eine Demo statt. Da heißt es dann mitlaufen oder fern bleiben.

Viele Anbieter der Kiez-Touren über die Reeperbahn haben in der Zeit des Gipfels ihr Programm eingestellt oder halten ihre Gäste auf Abruf bereit. Sollten Sie eine Tour in dem Zeitraum gebucht haben, checken Sie das lieber nochmal mit dem Anbieter ab.

Wir hoffen natürlich, das alles friedlich bleibt….

Für ein friedliches Miteinander setzt sich in den Gipfeltagen auch die Sankt Pauli Kirche ein. Unter dem Motto „Alle an einem Tisch! –der G 20 kommt, wir sind schon da.“ lädt sie zu einem nachbarschaftlichen Picknick ein. 
Von Dienstag, dem 4. Juli bis Samstag, den 8. Juli wird von 18-20 Uhr eine lange Tafel im Kirchgarten aufgestellt. Bei Regenwetter geht es in die Kirche. 
Jeder darf etwas mitbringen und teilen. Gastronomen aus der Nachbarschaft können sich beteiligen. 

Zitat:
Wir haben Zeit, uns auszutauschen und es uns gut gehen zu lassen. Wir werden an den fünf Abenden besondere Gäste einladen, die in kurzer Form einen Impuls geben. Es geht um Frieden und Gerechtigkeit. Wir hören zu: Was sagt ein Obdachloser, ein Seemann, ein Flüchtling, ein Jugendlicher vom Kiez? 

Am Freitag, den 7. Juli wird um 18 Uhr ein Friedensgebet Teil der Aktion sein. Alle Kirchen im Norden werden ihre Glocken läuten.

 

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