3 Mythen rund um die Kiezkicker vom FC St. Pauli

Der FC St. Pauli zählt mit Sicherheit zu den schillernden Vereinen des deutschen Profifußballs. In den vergangenen Jahrzehnten ist es gelungen, ein besonderes Image zu kreieren, welches dem Klub Sympathien von vielen Seiten sichert. Wir werfen einen Blick auf die großen Mythen rund um die Kiezkicker vom FC St. Pauli, die sich dennoch gehalten haben.

1. Der FC St. Pauli hat keine Erfolge vorzuweisen

Wer als Außenstehender den Blick auf den FC St. Pauli lenkt, dem kommt meistens die Tristesse der zweiten Fußball Bundesliga in den Sinn. Dabei ist es dem Klub im Laufe der Zeit durchaus gelungen, große Erfolge zu feiern. Aus sportlicher Sicht wäre hier zum Beispiel die Meisterschaft in der 2. Liga aus dem Jahr 1977 zu nennen, welche dem Verein den Aufstieg in die Bundesliga sicherte. Bekannt ist auf der anderen Seite auch, dass die Fans des Totenkopfes immer wieder den passenden Grund zum Feiern finden. Ein bekanntes Beispiel ist der äußerst kreative und selbst verliehene Titel „Weltpokalsiegerbesieger“ aus dem Jahr 2002. Die starke Mannschaft des FC Bayern München, die zur damaligen Zeit amtierender Weltpokalsieger war, wurde im eigenen Stadion mit 2:1 besiegt. Sportwetten auf diese Partie hätten zur damaligen Zeit ein Vermögen bedeutet. Kein Wunder, dass dem großen Ereignis direkt ein eigenes T-Shirt der bekannten Kollektion gewidmet wurde. Der Mythos, der FC St. Pauli hätte keine Erfolge vorzuweisen, ist somit absolut falsch.

2. Der FC St. Pauli stellt sich gegen den Transfer-Wahnsinn

Schon in den vergangenen Jahren wuchsen die Transfersummen im Fußball immer weiter an. Auch die 2. Liga konnte nicht von dieser Entwicklung verschont bleiben. Dem FC St. Pauli ist es dennoch gelungen, ein klares Zeichen dagegen zu setzen, welches auch der klammen finanziellen Situation geschuldet ist. Denn noch nie wurde eine Ablöse von mehr als 1,4 Millionen Euro für einen Spieler bezahlt. Im Jahr 2001 war es der Transfer des Verteidigers Ugur Inceman, der diese Summe notwendig machte. Auf der anderen Seite ist es immer wieder gelungen, deutlich höhere Erlöse zu generieren. In die jüngere Vergangenheit fällt beispielsweise der Transfer von Marcel Halstenberg zu RB Leipzig, der rund 3,5 Millionen Euro in die ansonsten klammen Kassen spülte. Die Tatsache, dass es trotz dieses Minimalismus gelingt, in der 2. Liga immer wieder eine wichtige Rolle zu spielen, spricht bereits für die Qualität des sportlichen Managements.

3. Der FC St. Pauli hat keinen Vereinsschreck

Der sogenannte Vereinsschreck wird immer wieder von Moderatoren hervorgezogen, die interessante Fakten für ein Spiel der Länge 90 Minuten brauchen. Doch auch für den FC St. Pauli gibt es einen solchen Spieler, der in die Annalen des Vereins eingehen wird – Siegfried Reich. Der ehemalige Spieler des VfL Wolfsburgs und Borussia Dortmund traf in seiner Karriere insgesamt zehn Mal auf die Kiezkicker. In diesen Partien ist es ihm tatsächlich gelungen, ganze neun Treffer zu erzielen. Er ist damit der mit Abstand erfolgreichste gegnerische Stürmer in den direkten Duellen. Entsprechend groß dürfte auf vielen Seiten das Aufatmen am Kiez gewesen sein, als er im Jahr 1996 schließlich seine aktive Karriere beendete. Selbst aktuelle Top-Stürmer wie Simon Terodde kommen nicht an seine Bilanz heran und treten mit bedeutendem Abstand dahinter zurück.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.