Abgezockt

Immer wieder hört man Geschichten von Personen, die überrascht sind, dass man ihnen auf der Meile übel mitgespielt hat. Ja, das kann passieren, wenn man nicht aufpasst, so wie in jedem anderen Vergnügungsviertel, auf Volksfesten, in touristischen Standorten oder im Fussballstadion.
Nepper und Langfinger tummeln sich immer dort, wo viele Menschenmassen sind.
Der Reeperbahn eilt, zum Teil berechtigt, so ein Ruf voraus. Viele sagen: mir würde da nie was passieren und ein paar Schnäpse später, finden sie ihr Handy nicht, haben den Geldbeutel „verlegt“ oder eine saftige Rechnung vor der Nase.
Neben den hier aufgeführten Kiezregeln, wollen wir euch die typischen Maschen vorstellen.


Antanzen:

Stellen Sie sich einen freundlichen Fremden vor, der noch völlig im Rhythmus des Clubs ist, aus dem er gerade gekommen ist. Er bietet ihnen eine Zigarette an und schafft somit eine Verbindlichkeit. Da er immer nervös, dem Beat verhaftet „tanzt“ ,beginnt er sie häufiger zu berühren, bis sie sich dran gewöhnt haben. Und schon fehlen Portemonnaie oder das Handy. Also Vorsicht bei dem freundlichen Unbekannten.


Das Geschäft:

Es ist der Klassiker. Sie treffen einen netten Gesprächspartner in einer Bar. Irgendwann lässt dieser durchblicken, dass er auf dem Kiez gut verdrahtet ist. Um wenig später zu erzählen, dass da einige neue IPhone-Modelle oder andere Gadgets gerade vom Laster gefallen sind. Er könnte so ein Gerät für 100 EUR besorgen. Natürlich werden Sie misstrauisch, er beschwichtigt aber, sie können ja gerne mitkommen. Neugierig auf so ein bisschen Halbwelt, folgen Sie ihm. Vor der Tür des Hauses oder des Ladens verlangt er das Geld und weist sie an kurz zu warten, ob sein Kontaktmann auch vor Ort ist. Mit ihrem Geld verschwindet er dann durch irgendeine Hintertür.

Der Klassiker
Ein Orangensaft und zwei Preise. Einige Läden locken mit einem günstigen Bierangebot in ihre Table-Dance-Läden. Natürlich studieren Sie die ausliegende Speisekarte. Dort wird der Fruchtsaft, dann mit entspannten 6 EUR ausgewiesen. Wenig später setzt sich eine nette Dame zu Ihnen und fragt sie nach ein paar Worten, ob sie ihr nicht einen ausgeben wollen. Ein Orangensaft wäre toll.
Als sie später gehen wollen, verlangt der Wirt einen völlig unangemessenen Preis und weist sie darauf hin, dass es sich um einen Ladiesdrink handelt und der koste nun mal so viel. Dieser Drink ist auf der Speisekarte auch mit diesem Preis verzeichnet.
Sprich, sobald Sie eine der Damen einladen, landen sie in einer anderen Preisstufe. Deshalb gilt es immer den genauen Preis erfragen. Viele Table Dance Läden geben mittlerweile eine Festpreisgarantie, um sich von dieser Masche abzusetzen.

Der Zloty
Es gibt immer noch ein paar Bars, die eine Zloty-Kasse haben. Die 5 Zloty Münze ist dabei dem 2 EUR-Stück in Größe und Gewicht ähnlich. Auch das 1 Zloty-Stück ähnelt dem Euro. Im Eifer des Gefechts an der Bar, wird dann gerne bei Großbeträgen, wo viel Wechselgeld anfällt, die eine oder andere Münze ausgetauscht. So macht der Wirt schnell nochmal 1 oder EUR mehr Umsatz und kann immer sagen, wenn es auffällt, er sei selber Opfer geworden. Also, immer genau und sofort das Wechselgeld prüfen.

Also, einfach ein waches Auge haben…

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